
Der Mazda MX-5 wurde erstmalig auf der Chicago Auto Show am 10. Februar 1989 vorgestellt und in Europa im Mai 1990 auf dem Markt eingeführt. Seit 2015 gibt es den MX-5 in der 4. Generation.
Den Mazda MX-5 Typ NA, auch Mazda Miata und in Japan als Mazda Roadster verkauft gibt es seit 1989. Mit 1 Million verkauften Exemplaren zwischen Februar 1989 und April 2016 ist der MX-5 seitdem der meistverkaufte Roadster weltweit. Bis 2025 sind schon wieder über 250.000 Mazda Cabriolets vom Typ ND (seit 4. März 2015) dazugekommen.
Miata, ein Typ namens MX-5
Es war im März 1979 in Hiroshima, als der junge amerikanische Journalist Bob Hall in das gläserne Herz von Mazda trat für ein Interview mit dem Entwicklungschef Kenichi Yamamoto. Nach dem Interview fragte nun aber Yamamoto seinerseits Bob Hall, was würde Mazda als Nächstes brauchen? Hall, der mit Notizbuch und einer Skizze auf der Zunge sprach, malte auf eine Tafel eine klare Vision: einen leichten, zuverlässigen Roadster, der Spaß macht, auch wenn der Regen an die Scheiben klopft.
Wenige Monate später begegnete Hall am Monterey-Creen noch einmal derselben Idee, diesmal in Form eines abenteuerlichen Namens: LWS – Light Weight Sportscar. In Mazda rotierten die Köpfe, die Bleistifte kratzten, und in Irvine wurde ein Zentrum namens MANA gegründet, dass die Hoffnung trug, die amerikanische Seele in ein Auto zu gießen.
Die Führung von Mazda tat etwas Kluges: Man ließ drei Wege offen, wie man den Traum bauen könnte.
Der Plan für 3 Konzepte:
Motor vorne und Heckantrieb
Motor vorne und Frontantrieb
Mittelmotor
Tom Matano, der Designer mit dem Blick für Horizonte, zog mit seinen Gefährten über Kontinente hinweg, um die Linien des Traums zu zeichnen – Mark Jordan, Norman Garrett III. und viele andere, die glaubten, dass ein Auto nicht nur ein Transportmittel, sondern eine Geschichte sein sollte.
Zu einer Konferenz versammelten sich die Zauberlehrlinge des Entwurfs: In den USA, in Japan, in England. Man baute Modelle, mal als Cabrio, mal als Coupé, testete die Gewissheit, dass der Wind der Freiheit nicht auf der falschen Seite der Türen wehen darf. Die Studie namens DUO 101, gewann schließlich die Gunst der Jury. Der MANA-Entwurf wurde klarer Sieger, das Coupé verschwand in der Versenkung. Im englischen Städtchen Worthing in Sussex wurde bei der Firma IAD (International Automotive Design) ab September 1984, aus den Entwürfen nach 8 Monaten ein fahrfähiges Cabrio als erster Prototyp gebaut.
So reiste der kleine Traum über den Ozean, als V 705 nach Worthing in England, hinein in die Hände einer Werkstatt, die britische Präzision atmete. Dort, auf einem abgeschirmten Platz des Verteidigungsministeriums, begegnete er Nachrichten aus der ganzen Welt: Triumph Spitfire, Mazda RX-7, Honda CRX, jeder mit einer eigenen Geschichte, die den Roadster wie einen Spiegel der Zeit erscheinen ließ. Die Journaille sollte erst später über ihn berichten, doch die ersten Augen sahen ihn schon, und sie wollten mehr wissen.
Dieses Modell ging für weitere Korrekturen nach Hiroshima zu dem Mazda Designer Shunji Tanaka, der nochmals weitere 100 Tage mit Verbesserungen im Detail verbrachte. Die Miata, so nannte Mazda ihn heimlich, war geboren – ein Name, der aus einer alten Sprache wie eine Belohnung nach Hause kam, eine Belohnung, die der Fahrer sich selbst schenkt, wenn er am Lenkrad sitzt und die Kurven ruft. Die Bezeichnung Miata stammt mutmaßlich von Rod Bymaster, ehemals Verkaufsleiter von Mazda Nordamerika.
In Japan hieß er EUNOS Roadster, doch der Rest der Welt kannte ihn als MX-5 – eine Bezeichnung, die so einfach war wie der Wind, der durch offene Scheiben streifend zieht. Die ersten Serien sollten sich als sanft, doch unaufhaltsam erweisen: Ein 1,6-Liter-Motor, eine Handvoll Varianten, ein Getriebe so scharf wie der Abzug einer Pistole, und ein Fahrgefühl, das nicht nach Größe, sondern nach Freiheit schmeckte. Der Wagen war nicht der Schnellste, doch er war der, der fährt, weil er möchte, nicht weil er muss.
Mit jeder Kurve wuchs die Geschichte: ein Aluminium-Hilfsrahmen namens PPF, eine kluge Geometrie, die das Spiel mit dem Fahrer ernst nahm. Es verbindet die Motor- und Getriebeeinheit mit dem Differential und ergab somit wesentlich geringere Schwingungen am Fahrzeug, was wiederum die Insassen freute. Das Gaspedal verfügt über einen um 50 % längeren Weg und macht die Dosierung erheblich besser beim Fahren auf Landstraßen. Das Dach, eine schlichte Konstruktion, die nicht gefüttert ist und dennoch absolut wasserdicht, was wiederum der Leichtigkeit dient und auch dem schnellen Auf- und Abbau. Und während das Auto die Herzen der Presse schon 1988 in 12 Vorserienfahrzeuge erreichte, stand die Welt noch in Staunen: Ein Roadster, der die Werte des LWS (Light Weight Sportscar) in ein einziges, lebendiges Raunen verwandelte.
Wenn heute die Geschichte weitergeht, ist der MX-5 kein Neuanfang mehr, sondern eine Reise, die sich weiter würdigt. Die NB-Generation kam 1998, leicht verändert, doch dem Kern treu: Evolution statt Revolution. Ein Raum, in dem Fahrer und Maschine zu einer harmonischen Melodie finden.
Vor- und Nachteile
Vorteile
Hervorragendes Fahrverhalten: Leichtes Gewicht, gute Gewichtsverteilung (~50:50) und direktes Lenkgefühl.
Heckantrieb + Roadstercharakter = echtes Fahrspaß-Erlebnis.
Relativ geringe Unterhaltskosten im Vergleich zu exotischen Sportwagen (wenige Zylinder, einfache Bauweise).
Gute Ersatzteilversorgung und eine große Fangemeinde (Clubs, Foren) – wichtig für ältere Fahrzeuge.
Kultstatus & Wertsteigerungschancen bei gutem Zustand.
Nachteile
Begrenzter Komfort: Weniger Platz, einfaches Interieur, geringe Isolation – für Alltag und Langstrecke evtl. nicht ideal.
Wie bei vielen offenen Zweisitzern: Witterungseinflüsse, Geräusche, schlechtere Rückbank bzw. keine Rückbank.
Rost kann bei älteren Fahrzeugen ein Thema sein (je nach Markt und Pflege).
Leistung ist im Vergleich zu heutigen Standards recht moderat (z. B. 90–131 PS je nach Motorisierung).
Außerdem hat der MX-5 NA zahlreiche nationale wie auch internationale Preise und Auszeichnungen von 1989-1998 gewonnen.
Einige wenige Beispiele:
07 / 1989 Best Cars (1 of 5) Road & Track USA
12 / 1989 Best Sports Car Sports Nippon Japan
01 / 1990 One of the 10 Best Cars Car and Driver GB
01 / 1990 Car of the Year Automobile Magazine USA
01 / 1990 Best Car 1989/1990 Modern Motor AUS
01 / 1991 1991 All Star Automobile Magazine USA
01 / 1991 Ten Best cars 1991 Car and Driver GB
01 / 1991 Sexiest Car for your Girlfriend Playboy USA
02 / 1991 Bestes Cabrio – Import Auto, Motor & Sport Deutschland
02 / 1991 Auto Trophy Fun Cars Auto Zeitung Deutschland
1990, 1991, 1992 und 1993 Bestes Cabrio Import Auto, Motor & Sport Deutschland
01 / 1992 1992 All Star Automobile Magazine USA
01 / 1992 Ten Best cars 1992 Car and Driver GB
01 / 1993 1993 All Star Automobile Magazine USA
01 / 1994 1994 All Star Automobile Magazine USA
01 / 1994 Best Value for Money under 25.000 $ Complete Car Cost Guide USA
07 / 1995 Best Sportscar 1995 Auto Express GB
02 / 1996 1996 All Star Automobile Magazine USA
02 / 1996 Best Value base sportscar Intellichoice USA
04 / 1996 Perfect 10 Automobile Magazine USA
07 / 1998 Best Sportscar 1998 AutoCar NZL
08 / 1998 Best Convertible 1998 Auto Express GB
Preisentwicklung & heutiger Marktwert (Stand 2025)
Beim Marktstart in Deutschland lag der Preis laut Quelle bei rund DM 35.500 (~ 18.200 €) für einen Einstieg (frühe 1990er).
Aktuelle Inserate zeigen: Gut erhaltene NA’s in Deutschland liegen z. B. bei € 14.990 für ein 1996er Exemplar mit 63.000 km.
Gebrauchtanzeigen: z. B. 1990er Modelle mit hoher Laufleistung für ~€ 8.000–11.000.
Als Sammelobjekt (z. B. sehr guter Zustand, seltene Sondereditionen) werden weitaus höhere Preise erzielt – laut Fachbericht Auktionen > € 25.000 für besondere Exemplare.
Fazit
Der Mazda MX-5 (NA) ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein einfaches, aber gut durchdachtes Konzept – leichter Roadster, Heckantrieb, Fahrspaß pur – zum Kultmodell werden kann. Wer ein solches Fahrzeug heute fährt oder besitzt, bekommt nicht nur Spaß beim Fahren, sondern auch ein Stück Automobilgeschichte mit einem starken Fan- und Ersatzteilnetzwerk. Allerdings sollte man beim Kauf auf Zustand (Rost, Zustand Verdeck, Laufleistung) achten und realistisch bleiben hinsichtlich Komfort und Leistung im Vergleich zu modernen Fahrzeugen.
Mazda MX-5 1.6 technische Daten
Cabrio / Roadster, Benziner, ab 1989
Antrieb
Zylinderzahl / Motorbauart: 4-Zylinder Reihenmotor
Einbaulage / Richtung: vorne / längs
Hubraum / Verdichtung: 1598 cm³ / 9,4:1
Leistung: 85 kW / 115 PS bei 6500 U/min
max. Drehmoment: 135 Nm bei 5500 U/min
Verbrennungsverfahren: Otto
Nockenwellenantrieb: Zahnriemen
Antriebsart: Hinterradantrieb
Getriebe: 5-Gang Schaltgetriebe
Karosserie und Abmessungen
Typ: Cabrio
Türen / Sitzplätze: 2 / 2
Außenmaße: 3975 x 1675 x 1230 mm
Radstand: 2265 mm
Spurweite: 1410 / 1430 mm
Kofferraumvolumen: 135 Liter
Leergewicht: 965 kg
Zulässiges Gesamtgewicht: 1190 kg
Zuladung: 225 kg
Fahrwerk, Bremsen und Räder
Radaufhängung: Einzelradaufhängung rundum
Federung Basis: Federbeine
Stabilisatoren: ja / nein
Lenkerkonstruktion: Doppelquerlenker
Beschleunigung: 0-100 km/h: 8,8 s
Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
Verbrauch und Emissionswerte
Kraftstoff: Normal Benzin
Normverbrauch DIN 70030: 6,1 / 7,8 / 9,6 / 7,8 l/100 km
Schadstoffeinstufung: Euro 1
Typ NA Stückzahl gesamt: 431.506 Exemplare
Design: Tsutomu „Tom“ Matano (Matano starb am 20. September 2025 im Alter von 77 Jahren)
C. Mark Jordan, Bob Hall war der ursprüngliche Ideengeber und Vater des Projekts MX-5. Zusammen gründeten sie 1982 das Mazda-Designstudio in Südkalifornien dem sich nach Anfrage von Hall, dann M. Jordan kurzerhand anschloss.
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: Mazda MX-5 Typ NB/NB-FL (1998–2005)
Von insgesamt weltweit 75 Sondermodellen vier ausgewählte des Mazda MX‑5 Typ NA (erste Generation, 1989-1997) mit Besonderheiten, Stückzahlen und bekannten Neupreisen:
1) MX-5 Limited Edition (NA)
Erscheinungsjahr: 1991 in Deutschland und war hier das erste Sondermodell
Motorisierung: 1,6 l mit 115 PS (in der deutschen Ausgabe) laut einer Quelle.
Stückzahl: 1991: 500; 1992: 750 in Deutschland.
Sonderfarbe: brit. Racing Green (Farbcode HU)
Neupreis: 1991: 41.250 DM; 1992: 42.750 DM
Besonderheiten: ABS, beige Lederausstattung, beige Persenning, Chrom-Einstiegs-Leisten.
2) Mazda MX‑5 „SunRacer“ (NA)
Erscheinungsjahr: etwa 1995 in Deutschland.
Motorisierung: 1,6 l mit 90 PS (in der deutschen Ausgabe) laut einer Quelle.
Stückzahl: ca. 403 Einheiten in Deutschland.
Sonderfarbe: „Speed Yellow“ (Farbcode HZ) laut deutscher Website.
Neupreis: ca. 39.190 DM laut einer Quelle.
Besonderheiten: Sonderlackierung, etwas reichere Ausstattung gegenüber Basis-NA.
3) Mazda MX‑5 „Classic“ (NA)
Erscheinungsjahr: 1997 – eines der letzten Sondermodelle der NA-Generation in Deutschland.
Motorisierung: 1,6 l mit 90 PS in der deutschen Version.
Stückzahl: 826 Einheiten in Deutschland.
Farben: Nachtblau-Metallic, Schwarz, Silber-Metallic laut Prospekt.
Neupreis: ca. 40.390 DM.
Besonderheiten: Endmodell NA, sammelwürdiger Status.
4) Mazda MX‑5 „10th Anniversary“ (NA/NB‑Grenze)
Hinweis: Dieses Sondermodell fällt formal in die Übergangszeit zur nächsten Generation (NB), wird aber oft im Kontext der NA/Sondermodelle genannt.
Stückzahl: weltweit 7.500 Einheiten, davon ca. 3.700 für Europa.
Farbe: Saphirblau-Metallic (Farbcode 20P) für die Sonderedition.
Neupreis: ursprünglich ca. 46.499 DM (für Deutschland) laut Prospekt.
Besonderheiten: Sechsganggetriebe (in Europa), spezielle Ausstattung mit Nardi-Lenkrad, Plakette.
Hier ca. 27 unbearbeitete Bilder, wie ich verschiedene MX-5 NA bei Oldtimermessen und -treffen, Oldtimer-Rallyes und bei Autohändlern vorgefunden habe.
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