Audi TT (Typ 8N)

Audi TT 8N (1998-2006)

Audi TT, von der Studie zum Hingucker bis heute.
Schrieb doch die Automobil-Revue in Nr. 47/1998: „Der Audi TT könnte schon heute als Kunstwerk im Museum stehen“

Der Audi TT 8N ist die erste Baureihe des Audi TT. Er erschien im Herbst 1998 als Sportcoupé auf Basis der Plattform des VW Golf IV. Ein Jahr später folgte die Roadster-Variante. Der Nachfolger 8J wurde 2006 vorgestellt. Der erste Entwurf kam September 1994 im Design-Zentrum des kalifornischen Simi Valley nach einem Entwurf von Freeman Thomas zustande. Den Innenraum gestaltete Romulus Rost. Ein Jahr später wurde die Studie auf der IAA Frankfurt vorgestellt und auf der Tokyo Motor Show im gleichen Jahr die Roadster-Studie. Anfänglich mit dem Kürzel TTS angelehnt an den NSU TTS, im Herbst 1999 wurde der vormalige TTS dann endgültig als TT Roadster vorgestellt. Anfänglich ausgestattet mit dem R4 Motor und 150 PS mit weiteren Steigerungen bis 240 PS. Ab 2003 bis 2006 dann der VR6 mit 250 PS aus 3189 cm³. Es gab Modelle mit Frontantrieb und mit Quattro (Allradantrieb). Stärkstes Modell war der Audi TT 3.2 quattro VR6 mit 250 PS.
Von 1998-2006 wurden gesamt über alle Modelle 276.500 Fahrzeuge  hergestellt.

Audi TT 8N Art Car Poster by Art Heroes

Leiter der Audi-Design-Abteilung war damals übrigens Peter Schreyer, der ab 2006 in leitender Position zur Designabteilung von Kia Motors gekommen ist. 2013 wurde er als erster Ausländer zu einem der Firmenpräsidenten des südkoreanischen Automobilherstellers befördert.
Weitere Fahrzeuge unter seiner Verantwortung waren u.a.
Audi TT (1998–2006)
Audi A2 (1999–2005)
VW Golf IV (1997-2006)
New Beetle (1997-2010)

Audi TT darkblack Poster by Art Heroes

Audi TT 8N technische Daten
Produktionszeitraum: 1998–2006
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Kombicoupé, Roadster
Motoren Ottomotoren: 1,8–3,2 Liter (110–184 kW) mit
4-Zylinder Reihenmotor VW EA113 und VR6-Motor VW EA390
Höchstgeschwindigkeit: bis 250 km/h
Türen / Sitzplätze: 2 / 2
Länge x Breite x Höhe: 4041 x 1764 x 1345 mm
Radstand: 2429 mm
Kofferraumvolumen: 270 bis 540 l
Leergewicht: 1240–1620 kg
Tankvolumen / Reichweite: 55-62 l / bis max. 679 km
Produktion TT Coupé: 185.173
Produktion TT Roadster: 91.387
Produktion gesamt: 276.560
Produktion Standort: Audi-Werk Győr/Ungarn
Designer: Peter Schreyer Leiter Design, Entwurf Freeman Thomas u. Romulus Rost Interieur
Audi-Designer Torsten Wenzel hat die Studie in Serie überführt
Auto Europe: wählt ihn 1999 zur besten automobilen Neuerscheinung des Jahres.
Nachfolgemodell: Audi TT 8J

Torsten Wenzel, Exterieur-Designer bei Audi, hat die Studie mit in die Serie überführt und erinnert sich: „Für uns war es das größte Lob, als die Fachpresse anerkennend feststellte, dass sich von der Studie zur Serie nicht viel verändert hatte, obwohl wir aufgrund der technischen Vorgaben für die Serienversion im Detail natürlich doch vieles anpassen mussten – auch hinsichtlich der Proportionen.“

Audi TT Moonlight Poster by Art Heroes
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Audi TT 8N im Motorsport
Ich habe hier nur die Teilnahme an der DTM aufgelistet, die 2000 erstmals in Deutschland mit ca. 25 Fahrern statt gefunden hat. Gefahren wurde mit dem 8N von 2000 bis 2003, ab 2004 wurde schon mit dem neuen Audi A4 (intern R11, R12, R12 plus, R13, R14 und R14 plus) gestartet. Gefahren wurde auf dem Hockenheimring, Lausitzring, Norisring, Nürburgring, Oschersleben, Sachsenring, A1-Ring/Österreich, Zandvoort/Niederlande, Zolder/Belgien, Donington/Großbritannien und 2003 in Nähe der Stadt Adria/Italien.
2002 war das beste Jahr mit einigen 1. Plätzen unter dem französischen Fahrer Laurent Aïello und einem Abt-Audi TT-R 2002. Martin Tomczyk und Mattias Ekström belegten auch jeweils einmal den 1. Platz.

Der Abt Audi TT-R  war ein Prototyp-Rennwagen, genauer ein Silhouettefahrzeug, des deutschen Automobilherstellers Audi AG, der zur ausschließlichen Verwendung in der DTM konstruiert wurde. Der V8-Motor kam aus dem Audi A8 D2 (1994-2002). Für den Motorsport hatte er 455 und 460 PS zur Verfügung und war ca. 300 km/h schnell, das Leergwicht war bei nur 1080 kg, anstatt 1240 bis 1620 kg beim Serienfahrzeug. Unter anderem wurde auch an zwei 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in 2003 und 20004 teilgenommen. Nach dem Einsatz in der DTM wurden die Fahrzeuge nur noch bei Langstreckenrennen und Bergrennen verwendet.
Heute kann man einige Abt Audi TT-R im Abt Motorsport Museum in Kempten ansehen.

Audi TT 8N Art Car Poster by Art Heroes

Deutsche Tourenwagen-Masters 2000
Nr. Fahrer Team Fahrzeug
9 Laurent Aïello Abt Sportsline Abt-Audi TT-R
10 Christian Abt
20 Kris Nissen Abt Sportsline Abt-Audi TT-R
21 James Thompson
23 Roland Asch Abt Sportsline Abt-Audi TT-R
Deutsche Tourenwagen-Masters 2001
18 Christian Abt Abt Sportsline Abt-Audi TT-R 2001
19 Laurent Aïello
19 Kris Nissen
22 Martin Tomczyk Team Abt Sportsline junior Abt-Audi TT-R 2001
23 Mattias Ekström
Deutsche Tourenwagen-Masters 2002
3 Laurent Aïello Abt Sportsline Abt-Audi TT-R 2002
4 Karl Wendlinger Team Abt
9 Mattias Ekström Team Abt Abt-Audi TT-R 2002
10 Christian Abt Team Abt Sportsline
23 Martin Tomczyk Team Abt Sportsline junior
Deutsche Tourenwagen-Masters 2003
1 Laurent Aïello Hasseröder Abt-Audi Abt-Audi TT-R 2003
2 Christian Abt
5 Mattias Ekström PlayStation 2 Red Bull Abt-Audi Abt-Audi TT-R 2003
6 Karl Wendlinger

Cirka 35 unbearbeitete Bilder vom Audi TT Coupé und Roadster. Dazu 5 Seiten historischer Test von Auto Motor & Sport Ausgabe 19/1999.

MTM mit Bimoto
Die Tuningfirma MTM Motoren Technik Mayer GmbH baute ab 2002 auf Basis des Audi TT ein Testfahrzeug für Hochgeschwindigkeitsrekorde in dem zwei 1,8Liter Turbomotoren kombiniert und leistungstechnisch modifiziert wurden. Das Bimoto genannte Fahrzeug gab es in verschiedenen Ausbaustufen mit zu Beginn 652PS und folgend 840 und 1020PS und konnte auf den TeststreckenNardò und Papenburg bis zu 393km/h erreichen. Somit zählt es bis heute zu den schnellsten Autos mit Straßenzulassung. Besonderheit war, dass jeweils ein Motor eine Achse antrieb und über ein eigenes Getriebe verfügten, welche zu einem mechanisch zusammengefügt wurden.

Audi TT 8N Art Car Poster by Art Heroes

Audi TT 8N in Film und Fernsehen
Der Typ 8 N wurde praktisch weltweit in allen möglichen Kinofilmen und Fernsehserien eingesetzt, auch sehr viel als Hauptrolle, jedoch nicht in deutschen Filmen. „Wesel“ (polnisch für Die Hochzeit) bzw. „The Wedding“ aus Polen von 2021 ist da nur ein Beispiel unter vielen.
Dafür wurde das Sportcoupé und Roadster in Deutschland in allen erdenklichen Krimiserien mit eingesetzt, u.a. für Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei, Kommissar Rex, Die Rosenheim-Cops, Die Garmisch-Cops, SOKO Leipzig, Tatort, Wilsberg usw. usw.
Gesamt gesehen wurde der TT 8N immerhin ca. 570x von den Regisseuren bei ihren Filmarbeiten eingesetzt.

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