Chevrolet Impala 1959

1959 Chevrolet Impala Sport Coupe Hardtop

Der Chevrolet Impala ist ein Full-Size Car das mit Unterbrechungen von 1958 bis 2020 gebaut wurde. Dieser war die Luxusversion und ab 1959 ein eigenständiges Modell.
1959 Chevrolet Impala der 2. Generation von 1959-1960 war damals und auch heute noch mit seinem Bubble-Top Design, den dramatisch, weit ausladenden Fledermausflügel am Heck und dazu seine ikonische Rückleuchten, mitunter auch „Cats-Eyes“ genannt, ein Hingucker erster Klasse.

Der Modellname Impala erschien erstmal 1956 auf der Motorama bei einem Konzeptfahrzeug von General Motors. Das „Bubble-Top“-Design des Chevrolet Impala aus dem Jahr 1959 zeichnete sich durch eine markante, luftige Hardtop-Dachlinie mit schlanken, geschwungenen Säulen, einer weit herumgezogenen Windschutzscheibe sowie dem Verzicht auf B-Säulen aus.

Beginnen wir mit der Entwicklung des 59er Impala von vorne. Insbesondere sein auffälliges Design fällt ins Auge, obwohl er nur ein einziges Jahr so gebaut wurde. Der Modelljahrgang 1960 sieht hinten schon wieder fast komplett anders aus. In den USA war es damals ganz normal, den Kunden jedes Jahr ein neues Styling vorzufahren. Am wichtigsten war immer die Front, das Gesicht des Automobils, wenn es an einen heranfährt oder vorbeifährt. Und wie sieht es hinten aus? Ist es ein echter Hingucker, den man auch von hinten sofort erkennt und bei dem man sofort weiß: Genau dieses Modell ist es!

1959 Chevrolet Impala Coupé Poster by Art Heroes

Leider ist das heute schon lange nicht mehr der Fall, in Europa schon gar nicht. Bei uns geht es beim Modellwechsel nicht um Einzigartigkeit, sondern ums Markenimage. Das größte und teuerste Modell muss auf das kleinste abstrahlen und es muss größtenteils wie das teuerste im Fahrzeugprogramm aussehen. Das Ganze nennt sich dann Modellpalette. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass alle irgendwie gleich aussehen müssen. So wie seit einem Jahrzehnt unsere sogenannten SUVs.
Dieses Bubble-Design haben dann weltweit fast alle übernommen. Das heißt, sie sehen vorne fast alle gleich aus und hinten meistens ähnlich. Welche Marke und welches Modell es ist, kann heute im Vorbeifahren niemand mehr mit Sicherheit sagen.
Somit könnte man heute zu Recht sagen: Geschichte wiederholt sich – nur leider nicht immer sehr ideenreich, wenn es um die Kugelform beim Bubble-Design geht. Allein mit einer großen, rund gelutschten Kuppel über den vier Rädern ist es halt nicht getan!

1959 Chevrolet Impala Coupe Poster by Art Heroes

Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens im Jahr 1958 führte GM Jubiläumsmodelle für alle seine Marken Cadillac, Buick, Oldsmobile, Pontiac und Chevrolet ein. Dazu gehörten der Cadillac Eldorado Seville, der Buick Limited Riviera, der Oldsmobile Starfire 98, der Pontiac Bonneville und der Chevrolet Impala.
Die erste Generation der Impalas hieß 1958 noch Bel Air Impala. Die Top-Ausgabe Bel Air hatte erstmals flachgelegte Heckflossen. Bei den anderen Marken ging es immer noch höher, zum Beispiel beim 1959er Cadillac Serie 62 zur gleichen Zeit. Designer war Bill Mitchell. Den Jahrgang 1958 hatte noch Joe Schemansky gezeichnet.

Das ist umso bemerkenswerter, denn Schemansky hatte die Grundlagen im Grunde genommen bereits entworfen. Für die Doppelscheinwerfer musste sogar ein Zulassungsgesetz geändert werden. Außerdem gab es stark um die Ecke gebogene Panoramascheiben vorne und hinten. Weitere Merkmale sind die fehlende B-Säule beim Coupé und der ab 1958 auf der GM B-Plattform basierende Aufbau.
Ab 1958 übernahm Bill Mitchell die Position von Harley Earl, der 1965 in Pension ging. Von da an gestaltete Mitchell mit seinem Team den kongenialen Chevrolet Impala für das Modelljahr 1959 und blieb diesem Modell bis 1965 treu. Im Jahr 1961 verschwanden die fledermausartigen Heckflügel vollständig, lediglich die drei runden Heckleuchten waren weiterhin zu sehen, die Front mit seinem markanten Kühlergrill geht über in gähnende Langeweile eines Hundeknochen wie beim Ford Escort.

Das Ende der fulminanten Heckflügel, egal ob waagrecht oder senkrecht – war zu Ende. Nun hatten wieder Controller und Marketingleute das Sagen.
Schönheit war etwas für Träumer. Heute träumen wir nur noch von bezahlbaren Muscle Cars und nicht allzu großen, formvollendeten Coupés ohne B-Säule.

1959 Chevrolet Impala Sport Coupe Poster by Art Heroes

1959 Chevrolet Impala Taillight Poster by Art Heroes

Chevrolet Impala technische Daten Modelljahr 1959
Produktionszeitraum: 1959–1964
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren: 3,9–7,0 Liter (99–316 kW)
Länge: 5316–5357 mm
Breite: 2022–2029 mm
Höhe: 1422–1430 mm
Radstand: 3023 mm
Leergewicht: 1456–1821 kg
Beschleunigung: 0 auf 100 km/h in ca. 12,0 s
Höchstgeschwindigkeit: ca. 160 km/h (mit 180 PS bei 5,7 Liter Hubraum)
Tankinhalt: 90 Liter
Kofferraumvolumen: 526 Liter / 18.6 cubic feet
Designer: Bill Mitchell

Body style
4-door sedan
2 door hardtop (Sport Coupe)
4-door hardtop (Sport Sedan)
2-door convertible
5-door station wagon

Verwandt mit
1959–1960 Chevrolet Biscayne
1959–1960 Chevrolet Bel Air (siehe Fotogalerie unten)
1959–1960 Chevrolet Brookwood
1959–1960 Chevrolet Parkwood
1959–1960 Chevrolet Kingswood
1959–1960 Chevrolet Nomad
1959–1960 Chevrolet El Camino
1959–1960 Pontiac Catalina

Motorauswahl aus insgesamt 9 Typen
235 cu in (3.9 L) Blue Flame I6 mit bhp 135 / kW 99
283 cu in (4.6 L) Turbo Fire V8 mit bhp 230 / kW 169
348 cu in (5.7 L) W-series Turbo Thrust V8 mit bhp 315 / kW 232
348 cu in (5.7 L) W-series Super Turbo-Thrust Special 348 V8 mit bhp 335 / kW 246

1959 Chevrolet Impala Sport Coupe Poster by Art Heroes

1959 Chevrolet Impala Taillight Poster by Art Heroes
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Stückzahlen gesamt: ca. 473.000 Exemplare, alle mit Sechszylinder-Reihenmotor und V8-Motoren

Stückzahlen nach Karosserievarianten (Modelljahr 1959)
Sport Coupe (2-türiges Hardtop-Coupé): ca. 68.900 Exemplare
Preis: 2.600 US-Dollar

Sport Sedan (4-türige Hardtop-Limousine): ca. 115.800 Exemplare
Preis: 2.665 US-Dollar

4-Door Sedan (Klassische Limousine): ca. 179.200 Exemplare
Preis: 2.710 US-Dollar

Convertible (Cabriolet): ca. 72.700 Exemplare
Preis: 2.850 US-Dollar

Nomad / Station Wagon (Kombi-Modelle): ca. 36.800 Exemplare (verteilt auf verschiedene Kombi-Varianten wie Parkwood / Nomad)
6-Zylinder Motor für 2.890 US-Dollar
8-Zylinder Motor für 3.010 US-Dollar

1959 Chevrolet Impala Coupe Poster by Art Heroes

1959 Chevrolet Impala Coupé Taillight Poster by Art Heroes

Cirka 20 unbearbeitete Bilder u.a. von einem 1959 Chevrolet Impala Sport Coupe Hardtop und zum Vergleich ein 1959 Chevrolet Bel Air 4-door Hardtop, dazu ein 1960 Chevrolet Impala Hardtop-Coupé.

Als Vergleich ein in Duoton lackierter 59er Chevrolet Bel Air mit deutlich weniger Chromzierrat zu erkennen. Der Impala wurde zur eigenen Marke, die Bel Air Serien 1500 und 1600 (1959–1964) der 3. Generation wurde damit zum mittleren Modell, Einstiegsmodell war der Chevrolet Biscayne mit den Serien 1100, 1200, 1300 und 1400 (1959–1964) in der 2. Generation.
Die Aussenmaße und der Radstand blieben übrigens immer gleich, nur das Leergewicht variierte.

Chevrolet Impala in Filmen und TV Serien
Fast 800-mal bis dato 2026 ist die US-Impala-Fledermaus von Designchef Bill Mitchell bei den Filmregisseuren eingesetzt worden. Deutsche Filme sind kaum dabei wo eine Chevy Impala eingesetzt wurde, dafür und den kennen vielleicht auch noch jüngere, „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“, Kinofilm, 1962 mit Heinz Erhardt, Karin Dor, Harald Juhnke, Trude Herr, Gus Backus, Bill Ramsey u.v.a.m.. Gefahren wird in einem Cabriolet und ansonsten nur noch eine gute Handvoll weiterer, deutsche Produktionen. Ansonsten hauptsächlich amerikanische Filme und da überwiegend Krimis, einmal sogar als schwarzes Police-Fahrzeug.
Bemerkenswert ist dann noch die sehr hohe Anzahl als Haupt- und wichtiger Nebendarsteller mit weit über 100 Filmen, somit damals wie heute immer noch sehr beliebt als Designikone vor die Kameras zu fahren.

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